Corpus Iuris Civilis

Das römische Zivilrecht

Codex Iustinianus

nach der zweiten Bearbeitung.

 

Das ist:  Großbuch der rechtlichen Satzungen des hochlöblichen und weitberühmtesten Kaisers und Gesetzgebers Justinianus.

(Titel aus MDLXVI)

 

Es stehen vollständig in Deutsch zur Verfügung:

 

Die drei Constitutionen zur Begründung des Codex

 

I. Buch,  Kirchliche und staatliche Ämter.

II. Buch,  Anwälte, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand.

III. Buch,  Gerichtsverfahren, Klagerecht.

IV. Buch,  Geldverkehr und Handel, Zinseszinsverbot.

V. Buch,  Ehe, Vormundschaft, Pflegschaft.

VI. Buch,  Dienstbarkeit, Testament, Erbrecht.

VII. Buch,  Personenstand, Verjährung, Berufungsverfahren.

VIII. Buch,   Besitz, Bauten, Pfänder, Adoption, Schenkung.

IX. Buch,  Strafverfolgung, Ehebruch, Mord, Fälschung.

X. Buch,  Steuerschulden, Verpflichtung und Freistellung, Lehrmaße.

XI. Buch,  Berufspflicht, Handwerksordnung, Wasserrecht, Übernahme von Brachen.

 

Verzeichnis der Titel der Bücher I bis XII

Erläuterungen von Amtsbezeichnungen und Titulaturen

Die im Codex erwähnten Kaiser und Cäsaren

zur Datierung:  julianischer Kalender

Maße, Gewichte, Münzen

Abbildungen


Nach den Quellen zusammengestellt und ergänzend ins Deutsche übertragen von Dr. phil. Rudolf Haller

unter Benützung von:

Corporis Iuris Civilis, Tomus alter,

Imp. Iustiniani PP. A. Codicis Repetitae Praelectionis, Libri XII,

adornavit ac curavit Georgius Augustus Spangenberg, Gottingae MDCCXCVII;

Corpus Iuris Civilis, Editio Stereotypa Quarta, Volumen Secundum,

Codex Iustinianus, recognovit Paulus Krueger, Berolini MDCCCLXXXVIII;

Das Corpus Juris Civilis. Codex ins Deutsche übersetzt,

herausgegeben von Dr. C. Otto, Dr. B. Schilling und Dr. C. Sintenis, Leipzig 1832;

Corpus Iuris Civilis Iustinianei, Codicis Dn. Iustiniani,

studio et opera Ioannis Fehi, Lugduni MDCXXVII;

Codicis Dn. Iustiniani, repetitae praelectionis libri XII,

auctore Antonius Contius, Parisiis MDLXVI;

Codicis Dn. Justiniani Sacratissimi Principis PP. Aug. Repetitae Praelectionis Libri XII,

notis Dionysii Gothofredi, Francofurti ad Moenum MDCLXXXIII.

 

Edition Opera-Platonis 2012

Das Werk ist zitierbar nach dem Exemplar der Deutschen Nationalbibliothek: http://d-nb.info/105865523X

 


Mit der Veröffentlichung des Rechtsbuches des Justinianus wurde die Überlieferung der Rechtsbücher der vorcäsarischen römischen Republik unterbrochen; die platonische Akademie wurde geschlossen.

Nach der römischen Rechtsordnung bestand eine starke Bindung an die Landschaft und den Volksteil der Herkunft, zu der ein unabdingbares Rückkehrrecht und eine oft bekräftigte Rückkehrpflicht (C. 11,47,6; 11,63,1) gehörten, um die drohende Entvölkerung einzelner Landstriche und um Niederträchtigkeiten gegen Einheimische andern Orts zu unterbinden.

Zu den Wirtschaftsgesetzen des römischen Reiches gehörte das Zinseszinsverbot mit Gesamtzinsbeschränkung (C. 4,32,28), dem im Zusammenprall der Wirtschaftsordnungen eine tödliche Feindschaft gegenüberstand. Das Festhalten am Geldwert der Waren über den längeren Zeitraum ähnlich genug bleibender Produktionsverhältnisse wurde nach dem militärischen Zusammenbruch des römischen Reiches ersetzt durch die Beliebigkeit von Marktverhandlungen, für die das Gehandelte nur noch den Anlass gibt und die ganz anders gelagerten Durchsetzungskräften unterliegen.

Das Rechtsbuch des Justinianus wurde zu einer Quelle geltenden Rechts; es galt in Deutschland als Subsidiarrecht bis zur Verordnung des Bürgerlichen Gesetzbuches am 18. Aug. 1896.